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FAQ's
An dieser Stelle beantworten wir häufig von Patienten gestellte Fragen. Falls Sie zusätzlich andere brennende Fragen haben, können sie uns jederzeit ein Mail senden: info@chiro-praxis.ch. Danke für Ihr Interesse! ..... mehr

Ist Chiropraktik gefährlich?
Gemäss internationalen Studien ist die Chiropraktik eine sehr sichere und effiziente Therapie bei Nacken- und oder Kopfschmerzen sowie bei anderen Beschwerden des Bewegungsapparates. Leider wird in den Medien gelegentlich das Gegenteil behauptet und berichtet es bestehe ein hohes Risiko für schwere Nebenwirkungen bis hin zum Hirnschlag. Solche Aussagen zeugen von Ignoranz und sind in höchstem Masse irreführend. Auch im Fall der Chiropraktik gilt einmal mehr: Klischees und Vorurteile werden zementiert, reisserische Themen und Quoten sind manchen Medien wichtiger als fundierter, seriöser Journalismus.

Kann nach Behandlung der Halswirbelsäule ein Hirnschlag auftreten?
Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass die Kräfte, die bei einer chiropraktischen Manipulation auf die Halsarterie einwirken, nicht grösser sind, als die Kräfte bei alltäglichen Bewegungen.

Extreme Kopfbewegungen im Alltag, wie sie zum Beispiel beim Malen einer Decke, beim Kopfdrehen beim Autofahren, oder beim Haare waschen beim Coiffeur auftreten, stellen bezüglich der Gefahr eines Hirnschlags ein grösseres Risiko dar, als eine chiropraktische Manipulation der Halswirbelsäule! Bei einer Behandlung durch einen staatlich anerkannten Chiropraktor liegt das Risiko eines Hirnschlages bei 5.85 Millionen Behandlungen pro Fall. Das Risiko eines Hirnschlages infolge manueller Behandlung durch einen staatlich anerkannten Chiropraktor ist demzufolge geringer als das Risiko, vom Blitz getroffen zu werden oder beim Skifahren tödlich zu verunfallen.

Welche Faktoren erhöhen das Hirnschlag-Risiko?
Schlaganfälle haben viele Ursachen: Blutgerinnungsstörungen, Bluthochdruck, aktiver und passiver Tabakkonsum, zu hoher Cholesterinspiegel, Einnahme von Verhütungsmitteln, Herzkrankheiten, Hirnschädigungen nach Unfällen., Geburtsfehler im Bereich der Kopfgelenke und der Gefässe im Kopfgelenkbereich.

Sind andere Behandlungsmethoden sicherer?

Im Gegensatz zur manuellen Therapie stellen medikamentöse Behandlungen von Nacken- und Kopfschmerzen ein grösseres Risiko für Patienten dar: Die Einnahme rezeptfreier Medikamente bei Nacken- und Kopfschmerzen über längere Zeit führt bei 1 Million Behandlungen in etwa 1000 Fällen zu schweren Magen-Darm-Komplikationen und in 100-200 Fällen zum Tod.
Nebenwirkungen von Medikamenten sind auch in anderen Gebieten der Medizin oft tödlich, werden aber wegen mangelhafter Statistiken ignoriert. Amerikanische Forscher schätzen, dass in den USA jährlich rund 106 000 Menschen an ordnungsgemäss verabreichten Medikamenten sterben. Das Schweizerische Toxikologische Informationszentrum in Zürich etwa erfuhr 1999 von 556 Fällen aus Spitälern und Arztpraxen, wo Vergiftungen durch Medikamente schwere oder mittelschwere Komplikationen zur Folge hatten. In zehn dieser Fälle führte es zum Tod.

Laut Bundesamt für Gesundheit (BAG) sterben in der Schweiz wegen ärztlichen Kunstfehlern jährlich bis zu 2000 Menschen. Diese Zahlen basieren auf der Hochrechnung einer Studie des US Institute of Medicine.
 
Zusammenfassend kann man sagen, dass die manuelle Behandlung durch den staatlich anerkannten Chiropraktor gegenüber anderen Behandlungsmethoden statistisch gesehen sehr sicher ist, da die Therapie durch hoch qualifizierte und anerkannte Fachleute ausgeführt wird.
 
Warum „knackt" es manchmal bei der chiropraktischen Behandlung?
Der Patient hört bei der raschen, mit einem genau dosierten Impuls ausgeführten chiropraktischen Behandlung oft ein Knacken. Das ist wohl das bekannteste Merkmal unseres Berufes. Es ist wichtig zu wissen, dass das Geräusch nicht vom Knorpel oder vom Knochen herrührt, sondern von suspendiertem Gas, das aus der Gelenkkapsel in den Gelenkraum gelangt. Durch den Impuls auf das Gelenk wird der Gelenkinnenraum für Sekundenbruchteile erweitert. Die dadurch entstehende Verminderung des Gelenkinnendrucks verwandelt Teile der Gelenkflüssigkeit in einen gasförmigen Zustand. Das Gas wird dabei implosionsartig in den Gelenkspalt gezogen und erzeugt ein in der Regel schmerzloses Knacken.
 
Die chiropraktische Manipulation bewirkt, dass blockierte Gelenke wieder beweglich werden (mechanischer Effekt). Durch den Impuls auf die Gelenkkapsel werden Rezeptoren stimuliert, die im Rückenmark zur Ausschüttung von schmerzstillenden Substanzen führen, die verkrampfte Muskeln lösen und Sensibilitätsstörungen auf der Haut beseitigen können (neurophysiologischer Effekt).
 
Da die chiropraktische Manipulation einen Eingriff in die neurophysiologische Integrität des Körpers darstellt, sollte diese Behandlung nur von Chiropraktoren, die bei der schweizerischen Chiropraktorengesellschaft SCG registriert sind oder von speziell dafür ausgebildeten Aerzten durchgeführt werden.

Wann hilft bei Schmerzen Kälte, wann Wärme?
Unsicherheit in dieser Frage hält viele Patienten vor einfacher Selbsthilfe ab. Es ist jedoch nicht schwierig, sich die wichtigsten Regeln zu merken.

Es gilt als Faustregel: Bei akuten Schmerzen in Gelenken und Muskeln - Kälte anwenden. Bei länger dauernden, nicht mehr akuten Beschwerden - Wärme anwenden.

Was bewirkt Kälte?
Mit Kälte begegnet man dem Akutfall. Kurze, lokale Kälteanwendungen bewirken eine Gefässverengung in der Haut was wiederum die Schwellung reduziert, sowie eine Herabsetzung des Stoffwechsels (und damit der Entzündung) bewirkt. Ausserdem mildert die Kälte den Schmerz: Durch die Abkühlung der Nervenfasern werden die Schmerzimpulse herabgesetzt. Gefahren der Kälte: Kälte darf nicht zu lange angewendet werden, da sonst Frostbeulen und Gewebeschäden drohen. Eis darf aus demselben Grund nicht auf die blosse Haut gelegt werden. In seltenen Fällen führt Kälte zu einem plötzlichen Blutdruckanstieg. Ein Drittel aller Patienten vertragen Kälte nicht gut, auch nicht im Akutfall. In diesen Fällen ist es besser weder Kälte noch Wärme zu gebrauchen.
 
Wie wende ich Kälte richtig an?
Kältebeutel: Die am bestem im Kühlschrank gekühlten und wiederverwendbaren Beutel werden auf die betroffene Körperstelle aufgelegt. Die Behandlung sollte nur 5-7 Minuten dauern und wird mit Intervallen von 10 Minuten Pause 3-4 Mal wiederholt. Dabei ist es von Vorteil immer 2-3 Cold Packs an Lager zu haben. Achtung: Kältebeutel nie auf offene Wunden legen. Zwischen Haut und gekühlte Coldpacks gehört immer ein dünnes Tuch!
Eismassage: In kleine Styropor- oder Kartonbecher wird Wasser eingefroren. Das Eis lässt sich so bequem halten. Reissen Sie den Rand zentimeterweise ab, und massieren Sie die betroffene Stelle höchstens einige Minuten mit runden Bewegungen. Frostbeulen vermeiden!
Eiswürfelpackung: Packen Sie zerstossene Eiswürfel in ein Frottiertuch, bedecken Sie die Haut mit einem Tuch, und legen Sie die Packung etwa zehn Minuten auf.
Eiswasser: Sind Hände oder Füsse betroffen, können sie bis an die Schmerzgrenze mehrmals in sehr kaltes Wasser (z.B. auch Bergbäche) gehalten werden.
Eiswassertuch: Ein Tuch wird in 5 – 10 Grad C kaltem Wasser getränkt, ausgewrungen und 20-30 Minuten aufgelegt. Diese Behandlung kann mehrmals wiederholt werden, jedoch sollten Sie sich nie auf Kältewickel legen!

Kälteanwendungen sind angebracht bei:

- Akuten Rückenschmerzen, Hexenschuss
- Verstauchungen
- Zerrungen
- Prellungen
- Verrenkungen
- Schwellungen
- Blutergüssen
- Quetschungen

Ausserhalb der professionellen Kälteapplikation gibt es verschiedenste Mittel, die zuhause, auf Wanderungen oder auf dem Sportplatz angewendet werden können. Im Zweifelsfall fragen Sie Ihren Chiropraktor.

Was bewirkt Wärme?
Bei chronischen Schmerzen sollte Wärme eingesetzt werden. Lokale Wärme erhöht die Durchblutung und den Stoffwechsel im erkrankten Gewebe (wichtig für den Heilungsprozess) und wirkt entspannend und schmerzlindernd auf die Muskulatur. Wärme wird angewendet bei chronischen nicht entzündlichen schmerzhaften Zuständen in der Muskulatur und bei Gelenkschmerzen infolge von Abnützungen (Arthrose). Gefahren der Wärme: Verbrennungen drohen bei Gefühlsverlust der Haut. Ältere Menschen und Kleinkinder sind sehr empfindlich. Insbesondere Heizkissen können bei längerer Anwendung auch auf tiefen Temperaturstufen Verbrennungen hervorrufen!
 
Wie wende ich Wärme an?
Wärmeflasche oder Hotpack: Nie zu heiss verwenden. Gut isolieren; mit feucht-warmem Tuch umwickeln.
Heublumenwickel: Frottiertuch aus warmem Wasser (Heublumen getränkt) nehmen, auswringen und auflegen. Je nach Bedarf mehrmals wiederholen.
Heizkissen: Praktisch jedoch Verbrennungsgefahr bei allzu langem und starkem heizen. Das Körpergewicht kann besonders bei älteren Menschen die Hautdurchblutung reduzieren und einen Wärmestau oder Verbrennungen bewirken. Also aufgepasst!
Infrarotlampe: Günstige Anschaffung. Eignet sich für grössere Körperflächen. Dauer 20-30 Minuten.


Was unterscheidet die Chiropraktik von der Physiotherapie?

Chiropraktik und Physiotherapie sind beides Heilmethoden, bei denen Störungen des Bewegungsapparates behandelt werden. Die zwei Berufe werden häufig verwechselt.


Ein erster Unterschied besteht in der Ausbildung: Grundsätzlich entspricht ein chiropraktisches Studium einem Medizinstudium, wobei pharmakologische und chirurgische Ausbildungen grösstenteils durch das chiropraktische Fachstudium ersetzt werden. Aufgrund seiner Ausbildung ist der Chiropraktor zur Diagnosestellung befähigt und kann dementsprechend danach eine geeignete Therapie durchführen. Der Physiotherapeut behandelt seine Patienten auf Anordnung von Chiropraktoren oder Ärzten.

Ein weiterer Unterschied besteht in der Behandlung: Der Chiropraktor behebt Funktionsstörungen am Bewegungsapparat. Dies geschieht durch die sogenannte chiropraktische Manipulation, eine spezielle Handgrifftherapie in Kombination mit physikalischen Anwendungen. In der Physiotherapie gelangen neben Heilgymnastik, Massage oder physikalischen Anwendungen sog. mobilisierende Techniken ohne Impuls zur Anwendung. Im Bereich der physikalischen Therapien, bei der Prävention und Beratung von Patienten, überschneidet sich jedoch die Arbeit der Physiotherapeuten mit jener der Chiropraktoren. Auf folgenden Gebiete sind Chiropraktoren im Gegensatz zu Physiotherapeuten nicht tätig: Therapie und Rehabilitation nach Operationen oder bei Herz- Kreislauferkrankungen.
  
Ein dritter Unterschied besteht im Bereich der Krankenkassenleistungen: Die chiropraktische Behandlung wird von den Kassen aus der Grundversicherung bezahlt. Die physiotherapeutischen Leistungen werden von den Krankenkassen auf ärztliche Verordnung oder auf Verordnung von Chiropraktoren hin übernommen .

Was ist Vitalogie bzw. Atlaslogie?

Eine häufige Fragen unserer Patienten betrifft zwei in letzter Zeit vielgenannte Namen: Vitalogie und Atlaslogie. Was steht dahinter?
In den siebziger Jahren betrieb Peter Huggler, Chiropraktor der Schweizerischen Chiropraktorengesellschaft (SCG), in Biel eine eigene Praxis. Er wandte bei seinen Patienten eine der ältesten (ca. 100 jährig) und erfolgreichsten Methoden der Chiropraktik an: die Atlasbehandlung (Toggle Technik). Wegen überhöhter Rechnungen wurde er auf Betreiben der Krankenkassen vor Gericht gezogen, zu Rückzahlungen gezwungen und aus dem Berufsverband SCG ausgeschlossen.
So kam er auf die Idee, die erwähnte Therapiemethode unter einer neuen Bezeichnung zu verkaufen. Er gab ihr den Namen Vitalogie und gründete ein Institut in Deutschland, als ihm das in der Schweiz nicht gestattet wurde. Dort bildete er in Schnellkursen von neun Tagen für etliche tausend Franken Vitalogen aus.
Peter Hugglers rechte Hand in der Schweiz war Walter Landis, Organisator von Reisen zu Geistheilern auf den Philippinen. Auch Walter Landis hat sich von Huggler zum Vitalogen diplomieren lassen. Landis war klug genug, die Schwierigkeiten der Vitalogie mit dem Gesetz frühzeitig zu erkennen. Seine Lösung: auch er findet einen neuen Namen. Atlaslogie nach Walter Landis nannte er "seine" Therapieform. Was dabei anders ist (ausser die Position in der der Patient behandelt wird), erkennt auch der Fachmann nicht.
Die Anwendung solcher Behandlungstechniken durch Laien an der anatomisch und physiologisch besonders komplexen oberen Halswirbelsäule kann bei unfachgemässer Diagnose und Manipulation gefährlich sein.
Bemerkung
Als Randbemerkung sei hierbei erwähnt, dass auch viele andere "neuzeitliche" Therapieformen eigentliche chiropraktische Behandlungsmethoden darstellen wie sie in der Chiropraktik bereits seit 50 Jahren und mehr ausgeübt werden. Insbesondere sind dies Kinesiologie, Cranio-Sacraltheapie, Dorn, Wirbelsäulenbasisausgleich.
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Kontakt

Dr. Stefan Streit
Chiropraktor SCG/ECU
Kalchackerstr. 25
CH-3047 Bremgarten

Telefon: +41 31 302 43 43
Telefax: +41 31 302 43 80

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